Ministerin Steffens: Gefahren des Glücksspiels werden oft unterschätzt - Hilfsangebote nutzen

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Anlässlich des bundesweiten Aktionstags gegen Glücksspielsucht am morgigen Donnerstag, 29. September 2011, weist die nordrhein-westfä­lische Gesundheitsministerin Barbara Steffens auf die Risiken des Glücksspiels hin und rät von Sucht betroffenen und ihren Angehörigen Hilfsangebote zu nutzen. Steffens: „Die mit dem Glücksspielen verbun­dene Suchtgefahr wird häufig unterschätzt. Verschuldung, soziale Isola­tion und wirtschaftlicher Ruin stehen häufig am Ende der Suchtkarriere, die gravierende Auswirkungen für die Suchtkranken und ihre Familien hat. Neben einer entsprechenden öffentlichen Aufklärung über die Risi­ken des Glücksspielens bedarf es vor allem auch einer umfassenden Information über die Hilfen zur Überwindung der Sucht. Denn oftmals wird die Suchtproblematik aus Scham und Schuldgefühlen verdrängt und professionelle Hilfe nicht in Anspruch genommen."

Die Ministerin begrüßt daher den bundesweiten Aktionstag Glücksspiel­sucht, der die Bevölkerung über das Thema Glückspielsucht informieren und auf die bestehenden Beratungs- und Hilfeangebote hinweisen will. An dem Aktionstag beteiligen sich in Nordrhein-Westfalen neben der Landesfachstelle Glücksspielsucht Suchtberatungsstellen, die über ein glücksspielsuchtspezifisches Beratungsangebot verfügen, in mehr als 20 Städten mit Informationsständen, offenen Gruppenabenden, Film­vorführungen und Lesungen.

Punkt 12 Uhr werden an allen Standorten Luftballons mit der kosten­freien Telefonnummer der Infoline Glücksspielsucht NRW (0800-0776611) und dem Slogan der Landeskampagne gegen Glücksspiel­sucht „Mach das Spiel nicht länger mit" aufsteigen. Das Motiv der Lan­deskampagne mit Hinweis auf die Beratungshotline der Landesfach­stelle Glücksspielsucht wird während des gesamten Monats September auch als großflächiger Aufdruck auf Bussen des öffentlichen Nahver­kehrs in Städten mit einem glücksspielsuchtspezifischen Beratungs- und Hilfeangebot zu sehen sein.

EINLADUNG:
Zu einem Foto-/kurzen O-Ton-Termin mit Ministerin Barbara Steffens, dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses des Landtags,
Günter Gabrecht, und Klaus Klar, Vorstand der Rheinbahn, vor einem Bus der Rheinbahn mit einem Motiv der Landeskampagne gegen Glücksspielsucht laden wir ein für
Donnerstag, 29. 09. 2011, 11.30 Uhr,
vor der Einfahrt zur Tiefgarage des Landtags,
Stromstraße, 40221 Düsseldorf.

Hintergrundinformationen:
In Nordrhein-Westfalen ist derzeit von etwa 40.000 glücksspielsüchtigen Menschen auszugehen. Das Land fördert Maßnahmen zur Glücksspiel­suchtprävention- und -hilfe mit jährlich etwa 1, 25 Millionen Euro. Auf der Internetseite der Landesfachstelle www.gluecksspielsucht-nrw.de werden kostenlose Informationsmaterialien zur Glücksspielsucht ange­boten.

Übersicht über Aktionen zum Aktionstag gegen Glücksspielsucht

Aachen (Federführung: Caritasverband Aachen, Hermannstr. 14, 52062 Aachen): Telefonhotline für Interessierte, offene Selbsthilfegruppe

Ahlen (Federführung: Caritasverband Ahlen, Rottmannstr. 27, 59229 Ahlen): Kooperation mit VHS und Bücherei, öffentliches Interview mit ehemaligem Glücksspieler.

Bielefeld (Federführung: Fachstelle Glücksspielsucht, Schildescher Str. 101, 33611 Bielefeld): Sendung zum Thema mit Radio Bielefeld mit Chat.

Bonn (Federführung: Fachambulanz für Spieler „Game over“, Im Wingert 9, 53115 Bonn): Informationsstand 12.00 Uhr am Rathaus, Lesung um 19.30 Uhr im Willi-Graf-Haus mit Livemusik und Diskussion

Brühl/Bergheim (Federführung: Drogenhilfe Köln im Rhein-Erft-Kreis, Heinrich-Esser-Str. 37, 50321 Brühl; Kölner Str. 14, 50126 Bergheim): Informationsstand am Rathaus in Kerpen, Spielfilm im Jugendzentrum

Dortmund (Federführung: Caritasverband Dortmund, Propsteihof 10, 44137 Dortmund): Infostand am Hansaplatz ab 9.00 Uhr u.a. mit Live-Musik, Visualisierung der Anzahl von Geldspielgeräten in Spielhallen und Gaststätten in der Stadt, Redebeiträge ab 12.00 Uhr

Duisburg (Federführung: Alexianer Bürgerhaus Hütte, Hochemmericher Markt, 47226 Duisburg): In Kooperation mit der Selbsthilfegruppe ein „Schein-Casino“ in der Beratungsstelle mit offener Gruppenveranstal­tung

Düsseldorf (Federführung: Diakonie Düsseldorf, Langerstr. 2, 40233 Düsseldorf): Informationsstand, Hotline für Ratsuchende, Lesung, offene Selbsthilfegruppe

Düren-Jülich (Federführung: Sozialpädagogisches Zentrum des CV Düren-Jülich, Bismarckstr. 6, 32351 Düren): offener Gruppenabend am 28.9., Informationsstand im Bürgerbüro (10-13 Uhr), Info-Hotline (14 -17 Uhr), Besuch von Cafes für türkische Jugendliche/Erwachsene, Vortrag mit Diskussion im Jugendzentrum (18.30-20 Uhr)

Gütersloh (Federführung: Sozialpsychiatrische Dienst, Herzebrocker Str. 140, 33334 Gütersloh): Informationsstand u.a. mit Quiz
Hagen (Federführung: Blaukreuzzentrum Wuppertal, Hindenburgstr. 28, 58095 Ha-gen): Informationsstand am Friedrich-Ebert-Platz u. a. mit Quiz, Malaktion und Pan-tomime (15-18 Uhr)

Herford (Federführung: Diakonisches Werk im Kirchenkreis Herford, Auf der Freiheit 25, 32052 Herford): Gottesdienst, Kinofilm

Herne (Federführung: Diakonisches Werk im Kirchenkreis Herne, Dorstenerstr. 490, 44653 Herne): Informationsstand, offener Gruppen­abend

Herten (Federführung: Diakonisches Werk Recklinghausen, Ewaldstr. 72, 45699 Herten): Informationsstand, Vortrag, Expertentelefon

Köln (Federführung: Drogenhilfe Köln, Krefelder Str. 5, 50670 Köln): Kinofilm, Videoprojekt für Jugendliche, Schaufensteraktion zum Thema

Neuss (Federführung: Caritasverband Neuss, ‚Rheydter Str. 176, 41464 Neuss): Aktionsbus „Preventmobil“, Kooperationsaktion mit einer Schule

Münster (Federführung: Caritasverband Münster, Psychologische Be­ratungs- und Behandlungsstelle, Josefstr. 2, 48151 Münster): Informati­onsstand vor Spielhalle mit diversen Aktionen wie Glücksrad, Geschick­lichkeitsstation, Film, Fragebogenaktion

Rheine (Federführung: Caritasverband Rheine, Lingener Str. 11-13, 48429 Rheine): Informationsstand und offenes Gruppenangebot

Solingen (Federführung: Caritasverband Wuppertal/Solingen, Goerde­lerstr. 55, 42651 Solingen): Informationsstand mit Kinderschminken und Ballwerfen, Darstellung der Geldspielgeräte in der Stadt

Steinfurt (Federführung: Caritasverband Steinfurt, Kirchplatz 8, 48565 Steinfurt): Informationsstand, offenes Gruppenangebot

Unna (Federführung: Arbeitskreis gegen Spielsucht, Südring 31, 59423 Unna): Informationsstand auf Marktplatz und diverse Straßenaktionen, Ausstellung in der Sparkasse, Ausstellung im Bücherzentrum mit Le­sung, Diskussionsveranstaltung im Rathaus, Abendveranstaltung als „Brot und Spiele-Revue“ u.a.

Viersen (Federführung: Drogenberatung Viersen, Kreuzherrenstr. 19, 41651 Viersen): Informationsstand auf Marktplatz

Wuppertal (Federführung : Caritasverband Wuppertal, Kasinostr. 26, 42103 Wuppertal): Informationsstand am Laurentiusplatz mit u.a. Kinderschminken, Ballwerfen, Trommelgruppe, Darstellung der Geldspiel­geräte in der Stadt, Infotische in Stadtbibliothek und Buchhandlungen, Grußwort Sozialdezernent

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.


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