Kabinett 15.07.2010 visual mit Blumen

Ute Schäfer


Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport


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„Wir wollen in Nordrhein-Westfalen Spitze sein im Sport,am besten natürlich Weltklasse“, sagt Ute Schäfer. Die Ministerin steht in einer Sporthalle, die fast spürbar angefüllt ist mit großen Hoffnungen. Hier in Mülheim wird das Badminton Spitzensportzentrum eröffnet, mit dem Ziel, spätestens 2020 einen Olympiasieg zu erringen. „Ich bin gespannt, wer dann auf dem Treppchen steht“, lächelt Ute Schäfer. Sie sagt aber auch, dass es nicht nur um Siege gehe. „Die Werte und Regeln, die im Sport eingehalten werden, sind wichtig. Gewinnen und Verlieren zu lernen – das ist klassische Lebensbildung.“

Und Lebensbildung ist die Klammer, die Ute Schäfer für ihre vielfältigen Aufgaben gefunden hat: Familie. Kinder. Jugend. Kultur. Sport. Das lange Kürzel des Ministeriums MFKJKS müsste noch erweitert werden um Politische Bildung und Ehrenamt. Auch dafür ist Ute Schäfer verantwortlich. Aber MFKJKSPBE? Lebensbildung ist eine weit einprägsamere Zusammenfassung.

Zu Beginn ihrer Amtszeit wurde Ute Schäfer regelmäßig gefragt, ob sie sich in ihrem so groß zugeschnittenen Ministerium nicht manchmal gedanklich verlaufe und ob nicht der eine oder andere Bereich zu kurz komme. Ute Schäfer hat mit entsprechender Regelmäßigkeit gelacht. Nicht nur, weil sie gern lacht, sondern auch, weil sie ihr Ministerium für maßgeschneidert hält. Es bündelt, was nach Überzeugung der Ministerin zusammengehört: „Mit Familie, Kindern, Jugend, Kultur und Sport hat eine Landesregierung zum ersten Mal in einem Ressort alle Bereiche der außerschulischen Bildung zusammengeführt. Im Grunde leite ich eines von jetzt drei Bildungsministerien in NRW.

Lebensbildung beschreibt nicht allein die gesellschaftlichen Herausforderungen im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW. Der Begriff enthält auch die Systematik, mit der die Sozialdemokratin ihr Ministerium führt. Denn Lebensbildung bedeutet lebenslanges Lernen an den unterschiedlichsten Orten. Sie fängt ganz früh an und hört nie auf. Und der Begriff hat viel mit dem Werdegang von Ute Schäfer zu tun.

1954 in Lage geboren, studiert Ute Schäfer in Münster und Bielefeld Arbeitslehre/Wirtschaft, Englisch und Mathematik für das Lehramt. Mehr als 20 Jahre lang unterrichtet sie als Lehrerin und Konrektorin an lippischen Grund- und Hauptschulen. In der SPD ist sie seit den frühen 80er Jahren engagiert, sitzt lange im Rat der Stadt Lage, bis sie beschließt, ihre Erfahrungen ganz in die Politik einzubringen. Dann geht alles sehr schnell. 2000: Landtag. 2002: Ministerin für Schule, Jugend und Kinder. Nach dem Regierungswechsel wird sie bildungspolitische Sprecherin und Fraktionsvize im Landtag.

Als Lehrerin, als Schulministerin und heute als Ministerin für „FKJKSPBE“, also Lebensbildung, weiß Ute Schäfer nicht nur, was Kinder im schulischen Bereich benötigen, sondern auch, was ihnen im außerschulischen Bereich oft fehlt. „Wir müssen Kindern bereits im frühen Alter die Möglichkeit geben, ihre Stärken zu entwickeln.“ Vor allem in der Sprache. Sprache ist ein Problem, nicht nur für viele Kinder mit Migrationshintergrund. Hier will die Ministerin Hilfe anbieten, etwa durch die Familienzentren im Land. Der Ausbau der Kitas, kostenlose Plätze für alle Kinder und genügend gut qualifizierte Erzieher – das ist ein weiteres Ziel von Ute Schäfer, das in alle ihre anderen Bereiche hineingreift. Weil gut betreute Kinder sozial verknüpft sind, gern Sport treiben und sich für Kultur interessieren lassen. Weil sie die Eltern, Vereinstrainer und Theaterbesucher von morgen sind.

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Der Schreibtisch der Ministerin vermittelt einen aufgeräumten Eindruck. Weil eine Ministerin ihre Unterlagen gut sortiert. Erstens. Und zweitens, weil eine Ministerin für Lebensbildung nicht allein Unterlagen sortiert. Ute Schäfer reist viel im Land, besucht Kitas, Jugendeinrichtungen, Sportvereine, Theater, Einrichtungen der AWO, den Kinderschutzbund oder den Lippischen Heimatbund. Überall fragt sie, wo Probleme liegen, wie sie helfen kann. Es zeichnet sie aus, dass sie gut zuhören kann.

Auch in der Kita in Greste, einem Ortsteil von Leopoldshöhe. Haben die U3-Gruppen die richtige Größe? Wie klappt es mit dem Delfin-Test, mit dem das Sprachvermögen geprüft wird? Engagieren sich auch Väter in der Kita? Das ist es, was Ute Schäfer sich unter „Politik mit Herz und Verstand“ vorstellt. Aber auch: selbst lernen. Im Düsseldorfer Museum K20 schaute sie einen Tag lang hinter die Kulissen eines Kulturbetriebes. „Kultur ist unverzichtbar für den Zusammenhalt der Gesellschaft.“ Es gehört für Ute Schäfer dazu, Fragen zu stellen und sich viel Zeit für Gespräche zu nehmen.

Zum Ministerium:

Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Hier geht es direkt zum Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport.

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