Ministerpräsidentin Kraft zum 100. Geburtstag von Heinz Kühn am 18. Februar 2012

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Heinz Kühn. Foto: Heinz-Kühn-Stiftung.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat anlässlich des 100. Geburtstages von Heinz Kühn an dessen Lebenswerk erinnert. „Der Name Heinz Kühn ist untrennbar mit der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen verbunden. Er wird uns in Erinnerung bleiben - als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident und als engagierter Politiker, den Weltoffenheit und Weltläufigkeit prägten“, sagte die Ministerpräsidentin. Mit einer Kranzniederlegung an seinem Grab auf dem Kölner Ostfriedhof durch Staatssekretär Marc Jan Eumann hat die Landesregierung den herausragenden Beitrag von Heinz Kühn für den demokratischen Neuanfang in Nordrhein-Westfalen gewürdigt.

Heinz Kühn wurde 1912 in Köln geboren. Nach dem Abitur studierte er Staatswissenschaften und Nationalökonomie, um anschließend als Journalist zu arbeiten. 1933 musste er nach Prag und später nach Belgien emigrieren. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte Heinz Kühn nach Deutschland zurück und arbeite zunächst wieder als Journalist. 1948 wurde er in den Düsseldorfer Landtag gewählt. Ab 1953 gehörte Heinz Kühn dem Deutschen Bundestag als Abgeordneter an. Im Dezember 1966 wurde er zum nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten gewählt.


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Heinz Kühn im Gespräch mit Bundeskanzler Helmut Schmidt. Foto: Heinz-Kühn-Stiftung.

Heinz Kühn entwickelte schon früh ein großes Interesse und Verständnis für die besonderen Probleme von Ländern, die man damals noch der „Dritten Welt“ zurechnete, die er aber stets zu der Einen Welt zählte, in der wir leben. So war es anlässlich des 70. Geburtstages von Heinz Kühn im Jahre 1982 für den damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau naheliegend, vor diesem Hintergrund eine Stiftung mit dem Namen seines Amtsvorgängers ins Leben zu rufen. Die Heinz-Kühn-Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, junge ausländische Journalistinnen und Journalisten in Nordrhein-Westfalen sowie junge Journalistinnen und Journalisten aus Nordrhein-Westfalen in ihrer Ausbildung und Weiterbildung mit Stipendien zu fördern. Ganz im Sinne von Heinz-Kühn möchte die Stiftung dabei nicht zuletzt einen Beitrag zu einem besseren gegenseitigen Verständnis, zu einem interkulturellen Meinungs- und Erfahrungsaustausch und einer Annäherung zwischen Nord und Süd, Ost und West leisten. Bis zu seinem Tod im Jahre 1992 hat Heinz Kühn die Arbeit der Stiftung als Kuratoriumsmitglied begleitet.


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Ministerpräsident Heinz Kühn im Gespräch mit Johannes Rau und Helmut Schmidt. Foto: Heinz-Kühn-Stiftung.

„Ich freue mich, dass heute, 30 Jahre seit Bestehen der Stiftung, die in der Stiftungsurkunde genannten Ziele mit Leben erfüllt sind. Über 400 junge Journalistinnen und Journalisten haben mit einem Stipendium der Heinz-Kühn-Stiftung Kenntnisse, Erfahrungen und Eindrücke sammeln können; sie haben die Medienlandschaft ihrer Gastgeberländer kennengelernt und wichtige Erfahrungen für ihren Berufsalltag gewinnen können“, sagte Ministerpräsidentin Kraft.

Das dreißigjährige Bestehen der Heinz-Kühn-Stiftung wird im Rahmen eines Jubiläumsfestes am 23. März 2012 in der Villa Horion in Düsseldorf, dem ehemaligen Amtssitz von Heinz Kühn und seinem Nachfolger Johannes Rau, gefeiert werden.


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Rede von Johannes Rau

Audio-Datei (MP3, 3,5 MB): Rede des Bundespräsidenten D. Dr. h.c. Johannes Rau anlässlich der Buchpräsentation „Heinz Kühn 1912-1992. Eine politische Biographie“.

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Hier sehen Sie Fotos aus dem Leben des Ministerpräsidenten Heinz Kühn.

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