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Reise von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nach Kanada

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft reiste in ihrer Eigenschaft als Bundesratspräsidentin vom 5. bis 9. September 2011 nach Kanada. Auf dem Programm standen Besuche in Toronto und Ottawa.

Notizen von Regierungssprecher Thomas Breustedt

Donnerstag, 8. September

Der letzte Tag unserer Kanadareise. Das Programm startete heute Morgen mit einem Gespräch der gesamten Delegation von Bundesratspräsidentin Hannelore Kraft beim deutschen Botschafter in Kanada, Dr. Georg Witschel. Anschließend waren wir im Heartwood House, über ein Dutzend Charity-Organisationen bieten hier soziale Unterstützung und Dienstleistungen an. Im Heartwood House hat sich der Kreis der Kanadareise von Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft geschlossen. In ihrem Grußwort hat sie das noch einmal deutlich gemacht: "The background to the interest I have in ‘preventative policies’ is that in Germany we have not taken prevention serious enough in the past and have thus run into far too many social problems and are spending far too much public money for social repair costs. My overall impression is that these issues are better understood and taken more seriously in Canada.” Abschluss der politischen Gespräche für die Bundesratspräsidentin waren das Treffen mit dem kanadischen Senatspräsidenten Dr. Noël A. Kinsella auf dem Parlament Hill und der Gedankenaustausch mit David Lloyd Johnsten, als Generalgouverneur von Kanada des kanadischen Staatsoberhauptes, Königin Elisabeth II.

Jetzt sind wir am Ottawa McDonald Cartier International Airport. Botschafter Dr. Georg Witschel verabschiedet Bundesratspräsidentin Hannelore Kraft und die ihre Delegation. Ich glaube, wir sind alle beeindruckt davon, wie entschlossen und erfolgreich Kanada in gesellschaftlichen Zusammenhalt und Chancengerechtigkeit investiert. In einer halben Stunde, um 18 Uhr Ortszeit, startet unsere A 310  nach Düsseldorf. Ich schaue nach draußen und nehme die letzten Eindrücke des Landes auf, in dem ich geboren wurde.

Mittwoch, 7. September

Es war eine kurze Nacht. Schon kurz nach Acht sind wir zum Schulministerium in die Bay Street gefahren. Das Thema, über das der Sonderberater von Ontarios Premierminister, Dr. Charles E. Pascal spricht, passt zum frühen Termin: "Early Learning". Wir hätten das Thema eines nahtlosen Systems der frühkindlichen Erziehung vertiefen können, aber der Terminplan ist heute sehr dicht. Zehn Uhr: Grundsteinlegung für den Neubau der Deutschen Schule in Toronto. Fast zehn Prozent der kanadischen Bevölkerung hat deutsche Wurzeln. "Die Schule ist ein wichtiges Bindeglied zwischen unseren beiden Ländern und ihren Kulturen, und ihr weiteres Wachstum stärkt die Bande zwischen Deutschland und Kanada", sagte Bundesratspräsidentin Hannelore Kraft in ihrem Grußwort und pflanzte als symbolischen Akt eine Eiche. Interessant: Die neue deutsche Schule in Toronto wird zum Teil aus einem Neubau, zum Teil aus einer baulich sanierten ehemaligen Kirche bestehen. Kurz vor Elf Weiterfahrt nach Cambrige, wo wir gegen 12 Uhr in der Maple Grove Road bei dem deutschen Unternehmen RIMOWA eintreffen; Stammsitz Köln, meine Heimatstadt. Die Ministerpräsidentin fragt nach den Perspektiven des Unternehmens am Standort Kanada und nach den Perspektiven engerer wirtschaftlicher Beziehungen zwischen Kanada und Deutschland, speziell Nordrhein-Westfalen. Von Waterloo ist es eine halbe Stunde mit dem Bus nach Kitchener. KW-Counselling unterstützt Kommunen professionell bei der Bewältigung sozialer Problemfälle. Mit Seminaren für Eltern, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind, mit psychologischer Betreuung, mit Seminaren für getrennt lebende Familien. Ein Projekt, das Kindern und Familien hilft und zugleich die Kommunen von sozialen Folgekosten entlastet.

Um 16.30 Uhr Ortszeit fliegt uns die Flugbereitschaft der Bundeswehr mit dem Airbus A 310 nach Ottawa. Dort findet heute Abend beim Forum of Federations ein Expertengespräch zu bürgerschaftlichem Engagement statt.

Dienstag, 6. September

Heute Morgen gab es einen Gedankenaustausch mit David C. Onley, dem Vizegouverneur der Provinz Ontario und dem Senatspräsidentin von Ontario, Stephen J. Peters. Ein leidenschaftlicher Sammler von Biersorten aus aller Welt; das Gastgeschenk, verschiedene NRW-Biersorten, kam gut an.  Weiter zum MaRS Discovery Centre in der College Street. MaRS ist eine unabhängige Stiftung und unterstützt Firmengründer mit innovativen Geschäftsideen, indem sie eine Brücke zwischen Wissenschaft, Forschung und Geschäftswelt schlägt. Beim Lunch dort mit der Deutsch-Kanadischen Industrie- und Handelskammer warb die Bundesratspräsidentin dafür, die Beziehungen zwischen Kanada und Deutschland zu vertiefen: "Canada and Germany have a lot to offer to each other – let us embrace the opportunities." Als NRW-Ministerpräsidentin nutzte Hannelore Kraft die Chance, auf die gesellschaftlichen und ökonomischen Gemeinsamkeiten zwischen Nordrhein-Westfalen und Kanada hinzuweisen. An der Dundas Street haben wir die Stiftung "Pathways to Education" besucht. Sie wolle mehr erfahren über die Erfolgsstory, die es seit zehn Jahren schaffe, Kinder zu besseren Schulabschlüssen zu führen, unhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation und ihrem familiären Hintergrund. An die Gründerin von Pathways, Carolyn Acker gewandt, betonte die NRW-Ministerpräsidentin das gemeinsame Interesse: "I believe we also share the view that no child must be left behind and that our young people should have a fair chance to achieve academic success regardless of their social or economic situation and regardless of their family background.”

Heute Abend lädt die Bundespräsidentin Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus der Provinz Ontario zu einem Empfang in den York Club an der St. George Street ein. Der Club im englischen Stil soll ein beliebter Treffpunkt sein.

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Bundesratspräsidentin und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft reist nach Kanada, 05. - 09.09.2011

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