Kultur
Wie keine andere Region in Deutschland hat sich Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahrzehnten verändert. Wie keine andere Region setzt Nordrhein-Westfalen bei diesem Wandel auf Kultur. Sichtbar wird das im ganzen Land, besonders aber im Ruhrgebiet. Heute arbeiten im einstigen Revier mehr Menschen in der Kreativwirtschaft als im Bergbau. Designer, Künstler oder Werber finden in alten Industriedenkmälern neue Schaffensplätze. Die Ruhrtriennale zieht jährlich Menschen aus aller Welt in ihren Bann.
Nordrhein-Westfalen hat eine Dichte an Museen, Kulturzentren, Konzerthäusern, Theatern, die ihresgleichen sucht. Festivals in Oberhausen, Duisburg, Köln, Lünen, Münster, Bonn, Dortmund und anderswo im Land bieten Filmkultur auf hohem Niveau. Die Bauten von Star-Architekten bringen internationales Renommee. Namen wie Pina Bausch, Max Ernst, Emil Schumacher, Joseph Beuys oder das Ehepaar Becher stehen für eine künstlerische Avantgarde von Weltrang.
Kulturell spielt Nordrhein-Westfalen damit in derselben Liga wie London und Paris. Mit einem großen Unterschied: Wir haben zwar eine große kulturelle Vergangenheit mit dem Aachener und dem Kölner Dom, der Essener Zeche Zollverein und dem Schloss Augustusburg in Brühl – allesamt Weltkulturerbe. Aber Nordrhein-Westfalen war nie ein Land der Schlösser, der Dynastien, der Junker und Großgrundbesitzer. Nordrhein-Westfalen war und ist ein Land der Arbeiter und Bürger. Unser kultureller Reichtum ist nicht ererbt, sondern erarbeitet. Das macht die Kultur in Nordrhein-Westfalen zu einem Motor des Wandels.
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