Auftakt
Wissenschaftler, Praktiker und Experten aus Kommunalverwaltungen trafen sich in Essen zum Auftakt des Modellvorhabens "Kein Kind zurücklassen". Sehen Sie hier ein kurzes Video dazu.
Kein Kind zurücklassen - Kommunen in NRW beugen vor
In Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung hat die Landesregierung das Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen - Kommunen in NRW beugen vor" gestartet. Kommunen aus Nordrhein-Westfalen sind eingeladen, die bestmöglichen Strategien zu entwickeln, um jungen Menschen von Beginn an wirksamer als bisher Unterstützung anzubieten und den Ressourceneinsatz zu optimieren.
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft will alles dafür tun, Kinder so früh wie möglich zu fördern und Eltern gezielt dabei zu unterstützen: "Wir lassen heute noch viel zu viele Potenziale und Talente unserer Kinder ungenutzt". Eine möglichst frühe Förderung ist, trotz der damit verbundenen zusätzlichen Ausgaben, nicht nur sozialpolitisch, sondern auch wirtschaftlich und finanziell sinnvoll. Das ist wissenschaftlich bewiesen und mittlerweile auch unstreitig.
Soziale Reparaturkosten sind eine der Hauptursachen der kommunalen Finanzmisere. Die Unternehmensberatung Prognos hat in einer Studie für die NRW-Landesregierung festgestellt, welche soziale Folgekosten durch unzureichende Sozial-, Bildungs- und Familienpolitik anfallen. Die Reparaturkosten in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen betrug demnach 2009 in Nordrhein-Westfalen 2,47 Milliarden Euro.
"Das Geld können wir sparen, wenn wir besser werden", sagt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Ziel des Modellvorhabens "Kein Kind zurücklassen - Kommunen in NRW beugen vor" ist es, die vorhandenen vorbeugenden Angebote und Strukturen in den Städten und Gemeinden besser miteinander zu vernetzen, ihre Wirksamkeit zu überprüfen und so effektiv zu gestalten, dass die Kommunen in NRW in Zukunft nicht immer mehr sondern weniger soziale Reparaturkosten bezahlen müssen.
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- Details
Bis zum 15. Dezember 2011 konnten Kommunen in NRW ihr Interesse an der Teilnahme am Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen. Kommunen in NRW beugen vor" bekunden. Ziel des Modellvorhabens ist, laufende und zukünftige Maßnahmen auf kommunaler und Landesebene auf ihre vorbeugende Wirkung zu untersuchen und besser aufeinander abzustimmen, um den Menschen wirksamer als bisher Unterstützung anzubieten und den Ressourceneinsatz zu optimieren.
Ausgehend von dem Grundsatz "vorbeugen ist besser als heilen" sollen die Angebote vor Ort miteinander verbundene Glieder einer Präventionskette werden, um so das Kind und den Jugendlichen in den verschiedenen Lebensphasen im Blick zu behalten und ihm rechtzeitig die notwendige Unterstützung zuteil werden zu lassen. Zu berücksichtigen ist dabei insbesondere der erhöhte Kooperations- und Steuerungsbedarf zwischen den verschiedenen Akteuren im Sozialraum und im Übergang zwischen den Systemen (Kita – Schule – Beruf). Bei diesem Gesamtvorhaben geht es nicht um den Aufbau (zeitlich befristeter) neuer Projektstrukturen, sondern vielmehr um die Verbesserung bestehender Kooperations-, Förder- und Interventionsstrukturen vor Ort.
Das Modellvorhaben startet im Jahr 2012 und ist in der ersten Phase bis 2015 angelegt. Beabsichtigt ist eine Fortsetzung bis 2020.
Das Gesamtvorhaben umfasst folgende Handlungsebenen:
- Entwicklung lokaler Präventionsstrategien und Aufbau kommunalspezifischer Präventionsketten
- Wissenstransfer
- Evaluation (fachlich und finanzwirtschaftlich)
Bertelsmann Stiftung
Bildergalerie
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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besuchte auf ihrer Kanada-Reise die Stiftung Pathways to Education in Toronto.
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