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Landesregierung und Bertelsmann Stiftung haben mit 18 Kommunen das Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen - Kommunen in NRW beugen vor" gestartet. Sehen Sie hier das Video zum Start.

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Kein Kind zurücklassen - Kommunen in NRW beugen vor


Offizieller Start des Modellvorhabens „Kein Kind zurücklassen – Kommunen in NRW beugen vor“

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Dr. Brigitte Mohn vom Vorstand der Bertelsmann Stiftung haben gemeinsam das Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen - Kommunen in NRW beugen vor“ offiziell gestartet.

Den Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Gemeinden wurden in der Staatskanzlei in Düsseldorf die Urkunden für das Modellvorhaben überreicht. Insgesamt nehmen 18 Städte und Kreise daran teil: Arnsberg, Bielefeld, Dormagen, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hamm, Moers, Mönchengladbach, Münster, Oberhausen, Witten, Wuppertal sowie die Kreise Düren, Unna und Warendorf.

„Wir konnten tatsächlich alle Landesteile bei der Auswahl berücksichtigen“, sagte Ministerpräsidentin Kraft. Die jetzt ausgewählten 18 Modellkommunen sollen erst der Anfang sein für mehr Vorbeugung in der Politik. „Unser Ziel sind optimal auf Vorbeugung ausgerichtete Strukturen im ganzen Land“, so die Ministerpräsidentin weiter. „Gemeinsam mit den Kommunen wollen wir Unterstützung bieten, die wirklich hilft. Es werden Präventionsketten aufgebaut, die sich am Lebensweg eines Kindes orientieren. Eine Kette, die schon in der Zeit der Schwangerschaft beginnt und bis zum erfolgreichen Berufseinstieg reicht. Mit einbezogen werden alle Ansprechpartner zum Beispiel auch Kitas, die Jugendhilfe, Schulen, aber auch Ärzte und die Polizei. Alle sollen gemeinsam miteinander arbeiten.“
Das Gesamtvorhaben umfasst folgende Handlungsebenen:

  • Aufbau und Entwicklung kommunalspezifischer Präventionsketten
  • Wissenstransfer zwischen den Kommunen im Modellvorhaben und anderen im Land
  • fachliche und finanzwirtschaftliche Untersuchung der Auswirkungen

Zur Begleitung der 18 Modellkommunen ist eine zentrale Koordinierungsstelle eingerichtet worden. Sie wird die Kommunen bei der Umsetzung ihrer jeweiligen Ziele unterstützen durch:

  • Beratung vor Ort bei der Erfassung des bestehenden Spektrums vorbeugender Angebote, der Identifizierung aktueller Herausforderungen und der Konkretisierung von Zielvorhaben,
  • bedarfsgerechte Coaching- und Qualifizierungsangebote,
  • den Aufbau eines Lernnetzwerks für den interkommunalen Wissens- und Erfahrungsaustausch,
  • Expertenhearings zur Ermittlung von präventivem Handlungsbedarf und daraus resultierenden Empfehlungen an Kommunen und Landesregierung,
  • eine bundesweite Bestandsaufnahme bestehender Präventionsmodelle mit dem Ziel, ein Referenzmodell für Kommunen zu schaffen.

„Wir freuen uns, dass die operative Projektgestaltung nun starten kann“, sagte Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. „Die große Resonanz auf unsere gemeinsame Ausschreibung hat gezeigt, dass es den Kommunen ernst ist mit umfassender Prävention und der Einsparung von Folgekosten.“

Insgesamt sind 52 Kommunen in NRW dem Aufruf zum Modellvorhaben gefolgt und haben ihre Ideen und Konzepte für lokale Vorbeugung eingereicht.

Die Auswahl der Modellkommunen erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren: Nach Prüfung der formalen Voraussetzungen wurden die inhaltlichen und konzeptionellen Lösungsansätze bewertet – und vor allem wie die soziale Lage von Kindern und Jugendlichen durch Vorbeugung verbessert werden kann. Außerdem sollte es einen repräsentativer Querschnitt der Kommunen in Nordrhein-Westfalen geben: Neben dem Verwaltungstyp (kreisfreie Städte, kreisangehörige Städte, Städte mit oder ohne Jugendamt) und der Region wurden auch die Einwohnerzahlen berücksichtigt.

Die ausgewählten Kommunen erhalten eine finanzielle Förderung für ihren personellen und sachlichen Mehraufwand, die sich je nach Größe zwischen maximal 32.000 Euro und maximal 64.000 Euro bewegt.

Durch gegenseitiges Lernen der Modellkommunen mit ihren unterschiedlichen Ansätzen und mithilfe einer umfassenden wissenschaftlichen Evaluierung sollen Erkenntnisse gewonnen werden, die auch den nicht teilnehmenden Kommunen dabei helfen sollen, vorbeugende Strukturen aufzubauen.

Dazu soll auch die Website kein-kind-zuruecklassen.de beitragen. Hier befinden sich alle wichtigen Informationen über das Modellvorhaben – Zahlen, Daten, Fakten und vor allem Einblicke in die Programme und Strategien der teilnehmenden Kommunen. So können alle Akteure schon jetzt von dem Modellvorhaben profitieren. Es ist geplant, die Website schon bald zu einer Austausch- und Diskussionsplattform auszuweiten.

Das Modellvorhaben ist in der ersten Phase bis 2015 angelegt. Beabsichtigt ist eine Fortsetzung bis 2020.

Weiteres Bildmaterial zur Pressemeldung
Zum Download: Logo "Kein Kind zurücklassen"
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Der Name ist Programm: „Kein Kind zurücklassen! – Kommunen in NRW beugen vor“

Die Bilanz ernüchtert immer wieder: Mit erheblichem finanziellem und personellem Aufwand engagieren sich staatliche und private Institutionen intensiv, um Kindern ein gesundes und gutes Aufwachsen zu ermöglichen. Zahlreiche Programme existieren bereits, und viele Menschen setzen sich dafür ein, damit Kindern früh geholfen werden kann, ihre Eltern mit der Erziehung zurechtkommen und Familien intakt bleiben können. Und dennoch sind nach wie vor viel zu viele Kinder in ihrer Entwicklung beeinträchtigt, benötigen ihre Eltern staatliche Unterstützung in Erziehungsfragen, scheitern Jugendliche an Schulabschlüssen –  mit enorm hohen zusätzlichen Folgekosten, die die öffentlichen Haushalte mehr und mehr belasten.
 
Oft besteht das Problem darin, dass existierende Unterstützungsmöglichkeiten isoliert für sich stehen und nicht die Entwicklung eines Kindes insgesamt im Blick haben. In vielen Fällen fehlen die Vernetzung zwischen den handelnden Akteuren und damit auch die übergreifenden Informationen über die Bedürfnisse eines einzelnen Kindes. Besonders wenn es um die Übergänge geht – von der Kita zur Schule, von der Schule in den Beruf – sind die zuständigen Einrichtungen vielfach zu weit weg von den Kindern und deren Familien. Mit verheerenden Folgen: Kinder verlieren den Anschluss, werden „schulmüde“, brechen ab und landen im schlimmsten Fall „auf der Straße“. Eltern verlieren den „Draht“ zu ihren Kindern. Sie sind überfordert und geben auf. Leider greifen in solchen Fällen nur noch die so genannten Reparaturmaßnahmen: Bildungsabschlüsse müssen nachgeholt werden, Kinder sogar aus ihren Familien herausgeholt werden.

Aus diesem Grund haben die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Bertelsmann Stiftung eine Kooperation für ein gemeinsames Modellvorhaben vereinbart, das gezielte, vorbeugende Politik in „kommunalen Präventionsketten“ etablieren soll. „Kein Kind zurücklassen – Kommunen in NRW beugen vor“ – der Name des Vorhabens ist für die Kooperationspartner Programm. 18 Kommunen nehmen an diesem Vorhaben teil. Sie wurden aus 52 Bewerbern ausgewählt.

Das Modellvorhaben folgt dem Grundsatz „Vorbeugen ist besser als Heilen“. Ziel ist es, vor Ort bereits vorhandene Ressourcen und Programme zu optimieren und besser miteinander zu vernetzen sowie durch Erfahrungen und Erkenntnisse anderer Kommunen zu ergänzen. So sollen die Chancengerechtigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes verbessert und gleichzeitig die öffentlichen Haushalte von den „Reparaturkosten“ entlastet werden.

Jede Kommune baut ihre spezifische Präventionskette auf

In einer Stadt, einer Gemeinde, einem Kreis sind jeweils zahlreiche Akteure aktiv, die die umfangreichen Aufgaben für gelingendes Aufwachsen übernehmen. Sie sind es, die die Rahmenbedingungen für den Alltag von Familien und Kindern durch Wohnsituation, Infrastruktur, Schule, Freizeitangebote oder soziale Leistungen gestalten. All diese Akteure sind gefordert, wenn es darum geht, eine systematische und kontinuierliche Kooperation zu gewährleisten zwischen den Bereichen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Gesundheitswesen, Schule und Bildungswesen, Kultur-, Sport- und weiteren Freizeitangeboten, Ausbildungswesen und Arbeitsverwaltung, Polizei und Gerichtsbarkeit. Alle Akteure werden gebraucht, um eine „Präventionskette“ zu bilden.

Jede Kommune im Modellvorhaben arbeitet an ihren eigenen spezifischen Zielen und Themenstellungen, die sie für das Modellvorhaben identifiziert hat.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kein-kind-zuruecklassen.de.

Weitere Infos

Logo Kein Kind zurücklassen

Weitere Infos zum Modellvorhaben finden Sie hier.

Bildergalerie

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Bilder der Kick-off-Veranstaltung am 26.3.2012 in Düsseldorf.

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Bertelsmann Stiftung

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Kooperationspartner beim Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen - Kommunen in NRW beugen vor".

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Kanada-Reise

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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besuchte auf ihrer Kanada-Reise die Stiftung Pathways to Education in Toronto.

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