30 Jahre JVA Druck + Medien in Geldern - eine Erfolgsgeschichte

Das Justizministerium teilt mit:

30 Jahre JVA Druck + Medien in Geldern ist eine Erfolgsgeschichte. Insgesamt 264 erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildungen im Druckereigewerbe sowie derzeit rund 80 qualifizierte Arbeitsplätze machen deutlich, dass der Strafvollzug in NRW für die Inhaftierten auch Perspektiven bietet.

Um auch für die Zukunft als Ausbildungs- und Arbeitsbetrieb optimal gerüstet zu sein, wurde jetzt eine neue „Heidelberger Speedmaster XL 75“ Druckmaschine angeschafft, die Justizminister Thomas Kutschaty heute in einer Feierstunde in der Druckerei der Justizvollzugsanstalt Geldern in Betrieb genommen hat.

Durch die neue Druckmaschine wird die Zahl der Arbeitsplätze weiter steigen. In dem Druckzentrum werden weiter an den Wochenenden auch Auszubildende kleiner und mittlerer Druckereien aus dem Umland ausgebildet. In den letzten zehn Jahren wurden hier über 150 externe Auszubildende zum Beispiel in der Klebebindetechnik unterrichtet. Der Betriebsleiter der Druckerei ist bereits seit über zwanzig Jahren Prüfungsausschussvorsitzender für den Beruf des Buchbinders bei der Industrie- und Handelskammer. Diese enge Verzahnung macht deutlich, dass das Druckzentrum ein gutes Verhältnis zu den Betrieben im Umland hat. Es herrscht echte Kollegialität und nicht der Konkurrenz­gedanke.
Daneben stimmen auch die wirtschaftlichen Zahlen des Druckzentrums. In den letzten zehn Jahren wurden im Schnitt 1,5 Millionen Euro umge­setzt, eine Zahl, die für sich spricht. Großkunden aus der Industrie, die Landesregierung sowie sogar der Deutsche Bundestag lassen hier ihre Drucksachen anfertigen.

Justizminister Thomas Kutschaty erklärte: „Die Investition in die neue Druckmaschine ist wirtschaftlich und vor allem menschlich sinnvoll. Jeder Gefangene, der durch den Justizvollzug auf den richtigen Weg gebracht werden kann, hat bessere Chancen zukünftig straffrei zu bleiben. Die Resozialisierung ist somit die effektivste Form des Opfer­schutzes, da sie neue Opfer vermeidet. Darüber hinaus zahlt der Gefangene so später sogar Steuern. Dadurch kann er den von ihm an­gerichteten Schaden bei seinen Opfern und der Gesellschaft zumindest teilweise wirtschaftlich wiedergutmachen.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792-255 oder -464.


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