Minister Schneider startet Regionen-Tour zur Fachkräfteinitiative
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:
Heute startet Arbeitsminister Guntram Schneider seine Regionen-Tour zur Fachkräfteinitiative des Landes. Als landesweit erstes Projekt wird eine Initiative aus der Märkischen Region gefördert. Beim Projekt „Karrierepfad“ in Hagen werden 30 un- und angelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Anlagen- und Maschinenführern weiterqualifiziert.
„Die Märkische Region mit ihrem hohen Anteil an Unternehmen der Metall- und Elektrobranche spürt schon heute einen Fachkräftemangel. Auf der anderen Seite werden die Arbeitsmarktchancen Ungelernter von Jahr zu Jahr schwieriger“, so Schneider beim Besuch des Förderprojektes in Hagen. Umso wichtiger sei es daher, „die vielen brachliegenden Potentiale vor Ort rechtzeitig zu erkennen und nutzbar zu machen“, sagte Minister Schneider.
Deshalb fördere das Land das Projekt „Karrierepfad“, das von der Karriere-WERKSTATT der Deutschen Edelstahlwerke mit Unterstützung der Agentur für Arbeit, der regionalen Wirtschaftsförderung und der IG Metall entwickelt wurde. „Hier geht es um eine nachhaltige Qualifizierungsmaßnahme von Menschen in der Region. Davon haben die Beschäftigten etwas, die Betriebe, aber auch die Region. Denn die Fachkräftesicherung sichert den Fortbestand der Betriebe am Standort Nordrhein-Westfalen“. Das Hagener Projekt wird mit 240.000 Euro aus EU-Mitteln bezuschusst.
Insgesamt stehen landesweit bis zum Jahr 2015 für die Regionalisierung der Fachkräfteinitiative bis zu 50 Millionen Euro bereit. Bewerbungen für eine Landesförderung können laufend im Arbeitsministerium eingereicht werden. Im Rahmen der Minister-Tour durch die Regionen folgen noch im Februar Besuche bei Projekten in Bielefeld und Dortmund.
Hintergrund der Fachkräfteinitiative des Ministers ist der drohende Mangel von bis zu 630.000 Fachkräften in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2020. Während die Bundesregierung vor allem auf eine Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland setzt, konzentriert sich die nordrhein-westfälische Landesregierung auf die Qualifizierung von Potentialen in den Regionen und auf die Beschäftigten in Betrieben. Im Focus stehen insbesondere Jugendliche, die eine berufliche Zukunft suchen; Frauen, die Beruf und Familie vereinbaren wollen; ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die wertvolle Erfahrungen für die Betriebe mitbringen und qualifizierte Migrantinnen und Migranten, deren Potentiale oft verkannt werden.
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.