Minister Schneider: Neues Übergangssystem bringt Vorteile für Jugendliche und Betriebe / Tourauftakt durch Referenzkommunen für ein neues Übergangssystem von der Schule in den Beruf
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:
Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider hat seine landesweite Tour durch ausgewählte Referenzkommunen zur Umsetzung eines neuen Übergangssystems von der Schule in den Beruf gestartet. „Zum Vorteil der Jugendlichen und auch der Betriebe reformieren wir das bestehende unübersichtliche System, damit mehr Jugendliche ihre Chance auf Ausbildung oder Studium besser wahrnehmen können, die duale Berufsausbildung attraktiver wird und schneller junge Fachkräfte in die Betriebe kommen“, sagte Minister Schneider beim Auftakt seiner Tour in Dortmund.
Dortmund ist eine von sieben Referenzkommunen, in denen ein neues Übergangssystem umgesetzt wird. Weitere Kommunen sind Mülheim an der Ruhr, Bielefeld, die Städteregion Aachen, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Kreis Siegen-Wittgenstein sowie der Kreis Borken. Landesweit soll ein neues Übergangssystem dann schrittweise umgesetzt werden.
Weitere wesentliche Ziele eines neuen Übergangssystems sind:
- Weniger Ausbildungs- und Studienabbrüche durch eine bessere Berufsorientierung schon in den Schulen sowie gezielte Anschluss-Empfehlungen
- Eine Reduzierung der Maßnahmenvielfalt mit zu vielen Bildungsgängen und Fördermaßnahmen im bestehenden Übergangssystem
- Jugendlichen Ausbildungsangebote zu machen statt sie in Warteschleifen zu ‚parken’
„Dortmund ist vom Ausbildungskonsens Nordrhein-Westfalen als Referenzkommune benannt worden, weil hier mit einer kommunalen Koordinierung schon wesentliche Elemente des geplanten neuen Übergangssystems umgesetzt werden“, betonte der Minister. Ein weiteres Kernstück sei der Dortmunder Berufswahlpass („Portfolio-Instrument“), der einen roten Faden für den gesamten Berufsorientierungs- und Übergangsprozess eines jeden Jugendlichen liefert.
„Die Landesregierung sowie ihre Partner im Land und in den Kommunen werden ihren Beitrag dazu leisten, dass Vergleichbares zum Standard wird“, betonte Schneider. Nordrhein-Westfalen regelt als erstes deutsches Flächenland den Übergang von der Schule in den Beruf neu. Unter anderem durch eine frühzeitige Beratung und berufliche Erprobung in allen Schulen spätestens ab der 8. Klasse sollen Berufsvorstellungen der jungen Leute besser erfasst und der Übergang effizienter gestaltet werden. Zurzeit befinden sich 80.000 Jugendliche im bestehenden Übergangssystem, viele von ihnen in so genannten Warteschleifen. „40.000 von ihnen sind aber bereits ausbildungsfähig“, erklärte Schneider. Auch geht es darum, die Finanzmittel effektiver einzusetzen. Zurzeit koste das bestehende Übergangssystem 640 Millionen Euro.
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.